Virtuoser Geiger in der Metro von Moskau

Geiger Simonov, aufgenommen in der Metrostration Bolshaya Polyanka. Simonov schenke mir eine seiner CDs  und gab mir einen lieben Gruß nach Deutschland mit auf den Weg.


Zum Bloggen habe ich hier momentan kaum Zeit, erkunde zudem Land und Leute weitestgehend ohne Kamera, orientiere mich in Raum und Zeit. Nachdem mir ein Mensch in Uniform meine Kamera „konfiszieren“ wollte, erhielt ich nun ein Schreiben vom Museum mit dem Absender „Ministerium für Kultur“, welches ich stets bei mir trage. Inhalt des Dokuments ist die Bitte um Unterstützung bei meiner fotografischen Arbeit. Zum erstenmal kam das Schriftstück zum Einsatz, als ich einen jungen russischen Infanteristen fotografieren mochte. Ein netter Kerl. Er setzte sich in dem Militär-Bus auf eine Bank, ich zog die Vorhänge zu und fotografierte ihn. Dann bat er mich geich wieder heraus. Für ein Gespräch war keine Zeit. Schade.

Junger Infantrist in Moskau

Junger Infanterist in einen Militärbus in Moskau

Kunststudentin Ekaterina

Kunststudentin Ekaterina

Anfang der Woche lernte ich eine Studentin kennen, ihr Name ist Ekaterina. Als ich sie traf zählte sie für eine Supermarktkette vorbeilaufende Passanten, machte dabei Strichlisten in ihrem Notizblock. Ich setzte mich zu ihr, wir redeten vier Stunden miteinander, freundeten uns an, treffen uns oft. Von ihr erzähle ich später noch etwas mehr. Gestern flanierte ich durch Moskaus Downtown und sah eine junge Frau, ebenso mit Stift und Notitzblock, ebenso mit dem schönen und klangvollen Namen Ekaterina. Ich sprach sie an, fragte, ob sie Menschen zählt. Sie lächelte freundlich und etwas verlegen und zeigte mit ihren Blog. Sie skizzierte für ihr Kuststudium ein Gebäude.

 

Lana von der Rodschenko School of Photography Moskau

Gestern besuchte ich die Rodschenko School of Photography und traf die kluge und quirlige Lana, die in der Schule doziert und für das Ausstellungsmanagement zuständig ist.

 

Moskau - Spielzeugland

Das Wetter in den vergangenen drei Tagen war trist und feucht, was mich nicht davon abhielt, durch die Stadt zu streifen, die spannende architektonische Perspektiven bietet, so wie hier, „Spielzeugland“. Und ganz gleich, ob man durch Berlin, Rom, Paris, Buenos Aires, Sidney oder wo auch immer in der Welt durch die Straßen zieht: Überall gibt es Menschen, die sich von Inhalten einer Mülltonne ernähren. Das Foto ist also lediglich fürs Protokoll. Hinnehmen sollten wir das dennoch nicht einfach so.

 

Armut in Moskau

Gewohntes Bild, mittlerweile akzeptiert.

 



Beitrag veröffentlicht im September 2017
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© Thomas Klingberg  2017 | Documentary Photography
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